In Playlisten können die Zeit- und Timing-Eigenschaften von Playlist-Elementen bearbeitet werden. Diese bestimmen, wie oft, oder wie lang, einzelne Elemente abgespielt werden. Die Anzeigedauer eines Playlist-Elements ergibt sich aus drei Größen:
- die Verzögerung vor dem ersten Abspielen (“Startet nach”)
- die eigentliche Anzeigedauer während eines Durchlaufes (“Anzeigedauer”)
- der Anzahl an Wiederholungen (“Wiederholungen”)
Startet nach
Der Beginn beschreibt die Zeitspanne, in der ein Element schon aktiv ist, aber noch nicht gestartet wurde und somit auch nicht sichtbar ist. Nachdem diese Verzögerung abgelaufen ist, werden Elemente gestartet. Das bedeutet Text-, Bild- oder Web-Elemente werden sichtbar, und Videos werden abgespielt. Werden Parallel- und Sequenz-Elemente gestartet senden diese Signale an die Kinder-Elemente, damit diese aktiv werden.
Beispiel:
Folgende Elemente existieren in einer Playlist:
- Parallel-Element (Startet nach: 10s)
- Sequenz-Element (Startet nach: 5s)
- Bild-Element (Startet nach: 3s)
- Sequenz-Element (Startet nach: 5s)
Nachdem die Playlist gestartet wird, wird als erstes das Parallel-Element aktiv. Nach 10 Sekunden wird es dann das Sequenz-Element aktiv schalten. Nach weiteren 5 Sekunden wird das Sequenz-Element gestartet und wird sein Kind, das Bild-Element, aktivieren. Das Bild-Element bleibt dann noch 3 Sekunden unsichtbar, bevor es dann auf dem Bildschirm erscheint. Das bedeutet zwischen dem Start der Playlist und dem Anzeigen des Bild-Elements vergehen 18 Sekunden in denen der Bildschirm schwarz bleibt.
Anzeigedauer
Die Anzeigedauer gibt dann an, wie lange das Element aktiv bleibt, nachdem es gestartet wurde. Dabei kann die Dauer entweder benutzerdefiniert festgelegt werden, oder durch andere Faktoren wie die Videolänge eines angehangenen Videos bestimmt werden. Bei Parallel- und Sequenz-Elementen ist es zudem möglich die Anzeigedauer von den Kindern abhängig zu machen. Ein Sequenz-Element mit einer synchronisierten Anzeigedauer bleibt solange aktiv, bis das letzte Element in der Anzeigereihenfolge beendet wird, während ein Parallel-Element mit einer synchronisierten Anzeigedauer solange aktiv ist, bis sich alle Kinder beendet haben.
Ausgewählte Elemente (Bild-, Text- und Web-Elemente) können zudem auch dauerhaft angezeigt werden, das heißt sie werden ununterbrochen angezeigt, bis sie durch ein Eltern-Element mit einer begrenzten Anzeigedauer gestoppt werden.
Beispiel 1:
Folgende Elemente existieren in einer Playlist:
- Sequenz-Element (Anzeigedauer synchronisiert)
- Parallel-Element (Anzeigedauer: synchronisiert)
- Bild-Element (Anzeigedauer: 30s)
- Text-Element (Anzeigedauer: 30s)
- Video-Element (Anzeigedauer: 20s)
- Parallel-Element (Anzeigedauer: synchronisiert)
Nachdem die Playlist gestartet wird, wird direkt das Sequenz-Element gestartet, welches dann auch sofort das Parallel-Element startet. Nach dem Start des Parallel-Elements startet es auch seine Kinder. Das Bild-Element und Text-Element werden beide 30 Sekunden lang angezeigt und dann beendet. Nachdem seine Kinder inaktiv wurden, wird auch das Parallel inaktiv und das Sequenz-Element wird dann das Video-Element, starten. Nachdem das Video-Element 20 Sekunden lang angezeigt wurde, wird sowohl das Video-Element als auch das Sequenz-Element beendet. Das Sequenz-Element hat somit eine Anzeigedauer von insgesamt 50 Sekunden. Ändert sich die Anzeigedauer von einem der Kinder wird sich auch die Anzeigedauer des Sequenz-Elements ändern.
Beispiel 2:
Folgende Elemente existieren in einer Playlist:
- Sequenz-Element (Anzeigedauer 40s)
- Parallel-Element (Anzeigedauer: synchronisiert)
- Bild-Element (Anzeigedauer: 30s)
- Text-Element (Anzeigedauer: 30s)
- Video-Element (Anzeigedauer: 20s)
- Parallel-Element (Anzeigedauer: synchronisiert)
Nach dem Start der Playlist wird das Sequenz-Element aktiviert, welches dann sofort das Parallel-Element startet. Wie schon in Beispiel 1 bleibt das Parallel-Element dann wegen seiner Kinder 30 Sekunden lang aktiv. Nachdem das Parallel-Element beendet wurde wird anschließend das Video-Element gestartet. In diesem Beispiel besitzt das Video-Element zwar auch eine Anzeigedauer von 20 Sekunden, aber da das Sequenz-Element nicht darauf wartet, dass die Anzeigedauer des Video-Element abläuft, wird das Sequenz-Element nach bereits 10 Sekunden das Video-Element und sich selbst beenden, da seine eigene Anzeigedauer von 40 Sekunden abgelaufen ist.
Beispiel 3:
Folgende Elemente existieren in einer Playlist:
- Parallel-Element (Anzeigedauer: 15s)
- Bild-Element (Anzeigedauer: unbegrenzt)
Nachdem die Playlist gestartet wird, wird direkt das Parallel-Element gestartet, welches sofort das Bild-Element startet. Obwohl das Bild-Element eine undefinierte Anzeigedauer hat und somit unendlich lang angezeigt werden könnte, wird das Bild-Element nach 15 Sekunden beendet, da dieses durch das Parallel-Element gesteuert wird und nur solange aktiv ist, wie auch das Parallel-Element aktiv ist.
Wiederholungen
Video-Elemente, Parallel-Elemente und Sequenz-Elemente können wiederholt angezeigt werden. Sollte eine Startverzögerung vorliegen wird diese Verzögerung nur vor dem ersten Durchlauf des Elements berücksichtigt. Alle weiteren Wiederholungen werden ohne Verzögerung hintereinander durchlaufen.
Beispiel:
Folgende Elemente existieren in einer Playlist:
- Sequenz-Element (Anzeigedauer: synchronisiert, Wiederholungen: 2)
- Bild-Element (Anzeigedauer: 5s)
- Video-Element (Startet nach: 2s, Anzeigedauer: 4s, Wiederholungen: 3)
Nachdem die Playlist gestartet wird, wird als erstes das Sequenz-Element aktiv und startet dann sofort das Bild-Element. Dieses ist dann für 5 Sekunden sichtbar bevor dann das Video-Element aktiviert wird. Dieses bleibt 2 Sekunden unsichtbar und wird nach dem Start dann insgesamt 16 Sekunden angezeigt, wobei sich das angezeigte Video nach jeweils 4 Sekunden wiederholt. Nachdem das Video beendet wurde, wird der ganze Durchlauf noch zwei Mal wiederholt. Am Ende ist die Playlist also 69 Sekunden lang.
